Im Euroland können wir spätestens dem 1. Jänner 2002 mit dem Euro bezahlen, bis dahin stellen Wirtschaft, Banken und Behörden schrittweise ihr Rechnungswesen auf die neue Wäh-rung um, nachdem seit 1998 die Teilnehmerstaaten an der Währungsunion und mit 1. Jänner 1999 der Wechselkurs zwischen der jeweiligen nationalen Währung und Euro festgelegt wurde.
Das große Interesse der Wirtschaft an einer einheitlichen EU-weit gültigen Währung und die Unsicherheit weiter Bevölkerungskreise vor dieser Währungsumstellung führen zu einer breit gefächerten Kampagne mit Pro-und-Kontra-Informationen. Zahlreiche Artikel in Zeitungen und Zeitschriften, eine Unmenge an Broschüren unterschiedlichster Herkunft, Beiträge in Hörfunk und Fernsehen, elektronische Informationsmedien u.v.a. liegen vor. Der Großteil dieser Materialien richtet sich an Erwachsene, weswegen diese Materialien im Sinne eines Moduls für die Sekundarstufe I (und II) den Unterricht eine vernünftige Abwägung der Pros und Kontras gewährleisten soll.
Die folgenden Abbildungen wurden vom Österreichischen Gesellschafts- und Wirtschafts-museum in Zusammenarbeit mit den Autoren dieser Zeilen und fachlich beraten von der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Bank Austria erstellt. Das Modul umfasst 16 Schaubilder mit kurz gehaltenen kommentierenden Texten bzw. Unterrichtsanregungen mit Kopier-vorlagen.
Inhalte der Schaubilder
- Globale Wirtschaftsräume
- Der Europäische Wirtschaftsraum
- Die Europäische Union - Organe der EU
- Der EU-Binnenhandel
- Der Binnenmarkt - die vier Freiheiten
- Europa - viele verschiedene Währungen
- Europa - der Euro
- Die Chancen des Euro
- Die Risiken des Euro
- Die Konvergenzkriterien
- Die politische Entscheidung
- Ziele der Wirtschafts- und Währungsunion
- Zeitplan der Umstellung
- ECU und Euro
- Unterschied Währungsreform - Währungsumstellung
- Die Maßnahmen der Umstellung
Die Schaubilder 1 bis 5 bringen allgemeine EU-Informationen und sind gemeinsam mit den Schaubildern 6 bis 13 (spezielle Informationen zum Euro) für die Sekundarstufe I konzipiert, und können freilich wie die restlichen auch in der Sekundarstufe II eingesetzt werden. (Die Schaubilder 14 bis 16 können in leistungsfähigen S I-Klassen ebenfalls behandelt werden.)
In das EU-Lexikon wurden Begriffe aufgenommen, von denen im Zusammenhang mit der EU immer wieder zu hören oder zu lesen ist. Besonderer Wert wurde auf Abkürzungen gelegt, wie sie in Massenmedien häufig Verwendung finden. Sie sollen den Schüler/inne/n als Hilfsmittel bei der eigenständigen Arbeit mit aktuellen Berichten in Zeitungen und Zeitschriften dienen.
In der Folge bringen wir Anregungen für die Unterrichtsarbeit, Materialien, Kopiervorlagen u.ä. Auf ergänzende Sachinformationen wurde weitgehend verzichtet, weil diese wegen der Aktualität des Themas leicht veralten können und Massenmedien entnommen werden sollten.